Gitarrenbau

Ich biete drei unterschiedliche Gitarrenmodelle an. Jedes Instrument wird in höchster Präzision von Hand in etwa 220 Stunden gefertigt. Nach etwa drei Monaten ist ein Instrument fertiggestellt. Die präzise Ausarbeitung und Anfertigung aller Holzverbindungen im Inneren und Äußeren, die Abbindzeiten nach dem Verleimen und lange Trocknungszeiten von Grundierung, Porenfüllern und des Schellacks, gestalten den Gitarrenbau in der Meisterklasse als sehr zeitintensiv. Dafür lohnt es sich sehr, denn es entsteht ein auf Ihre klanglichen und spielerischen Vorstellungen individuell angepasstes Instrument, welches Sie ihr Leben lang mit Begeisterung spielen werden. 

 

Besuchen Sie mich gerne in meiner Werkstatt und spielen sie eines meiner Instrumente an, um eine Vorstellung vom Klang und meiner Arbeit zu bekommen. Ich freue mich sehr auf Ihren Besuch!

Herzlichts, Jonas Anatol Schneele

DESIGNE IM GOLDENEN SCHNITT

Der Goldene Schnitt und die Fibonacci-Folge gliedern und formen die gesamte Silhouette und viele Details meiner Instrumente. Es sind feine Details in den Schwüngen der Büge, welche das Auge harmonisch über die Konturen fließen läßt.

Konstruktion

Der gesamte Aufbau der Modelle wird in spanischer Bauweise praktiziert. Die ausgearbeitete Decke wird dabei auf einer konkav kugelgewölbten Platte (Solera) beleistet. Die feine Fächerbeleistung aus leichtem Fichtenholz stabilisiert die kugelgewölbte Decke in Längsrichtung.  Asymmetrisch angeordnete Querleisten und Stegfutterleisten fördern die Quersteifigkeit. Jede Leiste wird in höchster Präzision eingepasst. Auch der Boden wird unterschiedlich stark ausgearbeitet und auf einer kugelgewölbten Platte mit drei Leisten bebalkt. 

Der Kopf wird spanisch und auf Wunsch deutsch an den Hals angeschäftet. Jeder Hals wird zusätzlich mit Carbon oder alternativ mit sehr steifem Holz innenliegend versteift. Ist der Hals auf die Decke geleimt, werden die Zargen auf traditionelle Weise mittels Keilen im Halsfuß fixiert. Im Anschluss folgt auf die Verbindung zur Decke mit kleinen Klötzchen aus Mahagoni oder Fichte (Model Local). Die Zargen werden mit Konsolen versteift (Model Classic) oder sind doppelt verleimt (Model Concert). Das Resultat ist eine hörbare Zunahme des Schallpegels und der Obertöne.  

Nach dem Anbringen der Bodenwölbung auf den Zargenkranz und dem Einleimen der geschlitzten Bodenreifchen, wird der Boden aufgeleimt. Dann folgt das Fräsen und Ausarbeiten der Fälze für die Randeinlagen sowie Decken- und Bodenspäne, welche zum Einleimen mit einer Schnur gewickelt werden. 

Nach diesen Arbeitsschritten wird das Griffbrett aufgeleimt, bundiert und der Hals profiliert. Zuletzt folgt die Anfertigung und Positionierung des Steges. Nach dem letzten Feinschliff wird die Decke grundiert und die Poren mit Bimsmehl und Spiritus gefüllt. Nach weiteren Schleifarbeiten folgt das Aufbringen und Polieren des Schellacks. Ist die polierte Oberfläche völlig ausgehärtet, werden die Mechaniken und Saiten montiert.